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München 1972 : acht berühmte Regisseure sehen die Spiele der XX. Olympiade

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Katalogangaben
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MedienartDVD [DVD]
SignaturIII.2. Münch 403
Titel München 1972 : acht berühmte Regisseure sehen die Spiele der XX. Olympiade
Weitere TitelVisions of eight
Veröffentlichung1973
Umfang / Format 106 Min.
Anmerkungen Fernsehmitschnitt NDR 8.8.2012
SpracheDeutsch
LandDeutschland
BemerkungenNur für den internen Gebrauch
Schlagwörter München / Olympische Spiele 1972
Systematik III.2. Deutsche Geschichte
Inhalt 27 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sollten die XX. Olympischen Spiele in München auch international ein neues Bild Deutschlands vermitteln. Doch das Geiseldrama, das sich am 5. September 1972 während der Spiele ereignete, warf einen Schatten auf die "friedlichen Spiele": Die palästinensische Terrororganisation "Schwarzer September" ermordete zwei israelische Sportler und nahm neun weitere als Geiseln. Der Versuch, die Sportler zu befreien, endete in einem Blutbad, bei dem alle Geiseln, ein Polizist und fünf Terroristen starben. Dennoch wurde die Veranstaltung nicht abgebrochen: "Die Spiele müssen weitergehen", so IOC-Präsident Avery Brundage.
Auch die acht Filmemacher, darunter Milos Forman, Kon lchikawa, Claude Lelouch, Arthur Penn und John Schlesinger, die nach München gekommen waren, um den offiziellen Olympiafilm zu drehen, sahen sich mit der Frage konfrontiert, wie sie auf die blutige Geiselnahme reagieren sollten. Auch sie entschieden sich, ihren Film, für den jeder ein maximal 15 Minuten langes Segment drehte, fertigzustellen und die "72 Stunden" von München nur indirekt zu thematisieren. Einzig Schlesingers abschließender Beitrag über den Marathonlauf integrierte Dokumentaraufnahmen des Terroranschlags.
"München 1972" ist ein faszinierendes Zeitdokument, dessen einzelne Episoden zugleich deutlich die Handschrift des jeweiligen Autorenfilmers verraten. So zerdehnt der New-Hollywood-Regisseur Arthur Penn, der in der Gangsterballade "Bonnie und Clyde" bereits 1967 mit Zeitlupe gearbeitet hatte, in seinem Beitrag mit ähnlichen Stilmitteln das Stabhochspringen. Kon Ichikawa filmt den 100-Meter-Lauf mit 34 Kameras und montiert daraus im Schneideraum eine Symphonie der Bewegung. Und der für seine Melodramen bekannte Claude Lelouch porträtiert eine Auswahl glückloser Athleten. Der Dokumentarfilm wurde 1974 mit einem "Golden Globe" ausgezeichnet.
Inhalt The Beginning (Regie: Juri Nikolajewitsch Oserow, Sowjetunion)
The Strongest (Regie: Mai Zetterling, Schweden)
The Highest (Regie: Arthur Penn, USA)
The Women (Regie: Michael Pfleghar, BRD)
The Fastest (Regie: Kon Ichikawa, Japan)
The Decathlon (Regie: Miloš Forman, Tschechoslowakei)
The Losers (Regie: Claude Lelouch, Frankreich)
The Longest (Regie: John Schlesinger, Großbritannien)

Exemplarangaben

StandortSignaturBestellmöglichkeitVerfügbarkeit
Medienschrank III.2. Münch 403 Standardleihe Verfügbar.