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  • 1
    Sprache: Unbestimmte Sprache
    Seiten: XI, 105 S., Faks. , 2
    Ausgabe: Partitur
    Erscheinungsjahr: 1983
    Serie: Publikationen der Gesellschaft zur Herausgabe der Denkmäler der Tonkunst in Österreich
    Bibliothek Standort Signatur Band/Heft/Jahr Verfügbarkeit
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  • 2
    Buch
    Buch
    Graz : Akademische Druck- und Verl.-Anst.
    Dazugehörige Bände/Artikel
    Sprache: Unbestimmte Sprache
    Erscheinungsjahr: 1983
    Bibliothek Standort Signatur Band/Heft/Jahr Verfügbarkeit
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  • 3
    Sprache: Deutsch
    Zusätzliches Material: Beiheft
    Erscheinungsjahr: 2004
    Schlagwort(e): Chasanut
    Kurzfassung: Vor 200 Jahren wurde ein Star in Hohenems geboren, ein Star mit einer freilich ungewöhnlichen Karriere. Anlass für das Jüdische Museum, exemplarisch das Leben von jüdischen Kantoren vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu beleuchten. So lädt das Museum unter dem Titel "Kantormania. Von Salomon Sulzer zum Jazz-Singer" anlässlich von Sulzers 200. Geburtstag zu einer virtuellen Kantorenshow, einem Gesangswettbewerb, zu dem Kantorinnen und Kantoren aller Zeiten und Länder "eingeladen" werden. Da spielt es selbstverständlich keine Rolle, ob sie aus dem Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts oder aus Osteuropa, aus dem Wien der Aufklärung oder aus der großen Broadway-Zeit New Yorks, aus Israel oder Marokko stammen. Sie alle gratulieren mit ihrer virtuellen Teilnahme dem Hohenemser und Wiener Kantor Salomon Sulzer, dessen Lebenswerk den Ablauf des jüdischen Gottesdienstes und seine musikalische Ausgestaltung aber auch den Berufsstand und das Selbstverständnis des jüdischen Kantors nachhaltig veränderte. Ausgehend von Sulzers prägender Rolle für die musikalische Tradition des historischen Reformjudentums in Mitteleuropa und seine Weiterentwicklung in Nordamerika sollen in der Ausstellung die unterschiedlichen Lebensgeschichten einzelner Kantoren bis ins 21. Jahrhundert speziell im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen religiöser und weltlicher Berufung dargestellt werden. Im Konflikt zwischen Synagoge und Bühne wurden manche Kantoren als Stars beider Welten verehrt, manche wiederum von den Rabbinern wegen ihrer säkularen Erfolge gescholten. Schon Sulzer selbst wurde nicht nur als Reformer der Synagogenmusik berühmt, sondern glänzte als begnadeter Sänger in der Wiener Gesellschaft unter anderem bei den so genannten Schubertiaden. Umso mehr wurden die bekannten Kantorenstars des 20. Jahrhunderts zwischen ihrer geistlichen Laufbahn und ihrer Karriere als Opernstars, Entertainer und Jazz-Sänger förmlich zerrissen. Oft aus einer langen Familientradition des Synagogengesangs entstammend, war ihnen das Chasanut oft in die Wiege gelegt. Mit der Inbrunst der Musik von Kindesbeinen aufgewachsen standen ihnen oft die Tore der weltlichen Musik weit offen. Die Ausstellung reagiert, nicht ganz frei von Ironie, auf dieses Spannungsfeld. Metaphorisch formuliert, wird das Jüdische Museum Hohenems in einen anderen Ort verwandelt: den Backstage-Bereich einer Show-Bühne - dort, wo in den Garderoben nicht nur Talare, Noten und Souvenirs, sondern auch überraschende Memorabilia und Fan-Artikel ihren Platz finden. Hier ist der Ausgangspunkt für die virtuelle Geschichte, die der Ausstellungskonzeption zu Grunde liegt: Kantorinnen und Kantoren treffen einander zum feierlichen Anlass von Sulzers Geburtstag zu einem virtuellen Wettbewerb in Hohenems. Die Ausstellung fokussiert dabei in ihrem Mittelpunkt die Biografien der einzelnen Kantoren und versucht deren widersprüchliche Lebensgeschichten zu thematisieren, sei es jene des weltberühmten Operntenors Joseph Schmidt, sei es jene von Al Jolson (Asa Yoelson), der im ersten amerikanischen Tonfilm, "Jazz Singer", als Jack Robin/Jakie Rabinowitz seine eigene, fiktionalisierte Geschichte spielt: ein Kantor als Bühnenstar. Die Kantorenfamilie Malavsky ("Israel Singers") wird in der Ausstellung ebenso portraitiert wie die großen Stars des traditionellen polnischen Synagogengesangs, Yossele Rosenblatt und Gershon Sirota, - oder die Comedian Harmonists, von denen zwei mit dem Kantorengesang eng verbunden waren. Roman Cykowski versuchte nach dem Auseinanderbrechen der Truppe zunächst sein Glück mit einem Nachtclub, bevor er seine Berufung als Kantor einer orthodoxen Gemeinde in San Francisco fand. Sie alle suchten ihren Weg zwischen Tradition, Reform und Kunst, zwischen religiöser Demut und weltlicher Selbstverwirklichung. Ob nun am Ende wie bei Salomon Sulzer die Reform des Gottesdienstes stand oder wie bei Al Jolson der Weg auf die Bühne des Entertainments, ob Kantoren als Heldentenöre Karriere machen oder als Vorsänger ihre Gemeinde verzaubern - die Ausstellung zeigt Diener der Liturgie und Rebellen gegen die Tradition, konservative Erneuerer und revolutionäre Orthodoxe in ihrer ganzen Vielfalt zwischen Ost und West, der alten und der neuen Welt. Zum ersten mal werden bei dieser Gelegenheit auch Aufnahmen orientalischer kantoraler Musik aus dem Österreichischen Phonogrammarchiv präsentiert, die vor hundert Jahren im Rahmen einer musikanthropologischen Exkursion im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter Leitung von Alfred R. Idelsohn im Nahen Osten gesammelt wurden.
    Kurzfassung: Texte im Beih.: Die Musik der Synagoge / von Andor Izsák. Kantormania : die Welt der synagogalen Musik / von Hannes Sulzenbacher.
    Bibliothek Standort Signatur Band/Heft/Jahr Verfügbarkeit
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